Zwischen Wellen & Worten #5

Flughafen, die Dritte.

Meine Lieben,

Mittwochabend in der badischen Heimat.

Nach der womöglich schnellsten Gepäckabgabe und Sicherheitskontrolle sitze ich am Gate und nehme mir Zeit für ein paar Zeilen. Die letzte Zeit habe ich an dem Ort verbracht, an dem ich aufgewachsen bin.

Als Lektüre hatte ich mir 22 Bahnen von Caroline Wahl mitgenommen und es recht schnell verschlungen. Über Freunde habe ich gehört, dass der passende Film dazu gerade im Kino läuft. Wer sich schon immer einmal mit kaputten Familienverhältnissen auseinandersetzen wollte, für den ist es definitiv lesenswert.

Als Inspiration habe ich die 22 Bahnen genommen und bin in unser lokales Schwimmbad gegangen, um genau diese 22 Bahnen zu absolvieren. An einem sonnigen Nachmittag im Mai, mit überschaubarer Gästeanzahl, war das ein entspanntes, aber anspruchsvolles Programm.

Wisst ihr, was das mit meiner Arbeit und der Schnelllebigkeit von Startups verbindet? Man sollte immer wieder etwas Neues ausprobieren. Kennt ihr in eher konstruktiven Arbeitskulturen den Satz: „Das haben wir schon immer so gemacht“? Das ist mein persönlicher Endgegner.

Ein neues, spannendes Projekt ist für mich gestartet und ich wünsche mir für euch, dass auch ihr regelmäßig mal etwas Neues ausprobiert. Wie zum Beispiel schwimmen gehen. :)

Ansonsten habe ich weniger Zeit mit Arbeiten und mehr Zeit im Privaten verbracht. Aus diesem Grund kann ich gar nicht so viel Inspirierendes teilen. Ich lese nun Die Möwe von Sándor Márai, einen Roman über Sehnsucht und Vergänglichkeit.

Das Foto zeigt mich beim Grillen mit für mich besonderen Menschen. Das bewusste Abschalten, Zeit zusammen verbringen und in der Natur sein ist mittlerweile essenziell für mich und wichtiger Bestandteil meines Lebens geworden.

Im Privaten hat es mir geholfen, weiter auszumisten, mich von altem Stuss zu trennen und einige Dinge zu verschenken. Das Befreien von Ballast spürt man sofort.

Und wie wertvoll die geringe Zeit ist, die man mit seinen Engsten verbringen darf, und wie dankbar man dafür sein sollte, muss ich nicht erwähnen.

Ich hatte zudem ein bis zwei erfrischende Begegnungen. Eine neue Perspektive im Leben bringt frischen Wind, und ab und zu neue Menschen kennenzulernen, ist eine feine Sache. Ich würde auch jedem empfehlen, wenn es sich ergibt, das Gespräch mit Fremden zu suchen. Man lernt immer etwas dazu. Auch Menschen aus der Vergangenheit können einem helfen, sich selbst besser zu verstehen.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen Sommerstart und hoffe, ihr probiert bald etwas Neues aus!

Euer Tom

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