Zwischen Wellen & Worten #3
Meine Lieben,
alles wird gut.
Diese Zeilen trällern aus der Box an einem grauen Samstagnachmittag in Portugal. Trotz seines Alters ist der Song von Bushido ein stetiger Bestandteil meiner Spotify-Playlist. Zu oft brauche ich diese aufbauenden Worte.
In den letzten Wochen, in denen ich diesen Newsletter geschrieben habe, waren wir zwischenzeitlich in Portugal gefangen in einem Regen- und Sturmgebiet. Dabei sind die Tage wie im Flug vergangen. Neue Erkenntnisse waren Fehlanzeige.
Die Olympischen Winterspiele sind gelaufen. Irgendwie hat sich das merkwürdig angefühlt – internationalen Zusammenhalt zu feiern, während sich die Realität eher so anfühlt, als ob wir uns nur noch bekriegen und die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird.
Ich persönlich empfinde die Ungerechtigkeit in der Gesellschaft und die Spaltung tatsächlich als das größte Problem unserer Zeit – sogar vor dem Klimawandel. Denn was hält uns eigentlich noch zusammen?
Mir fällt auf: Jeder ist nur noch in seinen eigenen Bubbles unterwegs und ehrliche Diskussionen werden immer schwieriger, weil es vor allem Meinungsaustausche sind. Das ist natürlich meine subjektive Einschätzung.
Ich entschuldige mich für diesen politischen Teil, obwohl es eigentlich um Bücher, Sales und Leben gehen sollte.
Eine spannende Empfehlung habe ich noch: Der Podcast von Hotel Matze produziert aktuell extrem gute Talks. Zuletzt war dort Anne Fleck zu Gast. Es ging vor allem um Ernährung und deren Einfluss auf die Gesundheit. Ich habe dort gelernt, dass Depressionen zum Beispiel auch mit Entzündungen im Körper zusammenhängen können. Für mich macht das total Sinn.
Und für mich macht auch Sinn, dass ein Leben ohne Gesundheit kein richtiges Leben ist.
Ich hatte tatsächlich in der letzten Woche das große Glück, eine Werte-Session mit meinem Coach zu machen. Die Grundwerte meines Lebens waren mir prinzipiell klar, aber ich habe die Prioritäten nochmal neu sortiert. Ich werde jetzt bewusst darauf achten, diese Werte in meinem Arbeitsleben und in meinen Beziehungen zu leben – und auch die Menschen danach auszuwählen.
Und ja, wenn man in Europa geboren ist, sollte man, finde ich, grundsätzlich dankbar dafür sein, wie gut es einem geht und wie viel Zugang man zu Gesundheit hat.
Dazu passt eine Situation: Ich stand vor einiger Zeit auf dem Tennisplatz neben einem 91-Jährigen, der fleißig gespielt hat. Das habe ich als großes Vorbild genommen. Wenn ich 91 bin, möchte ich auch noch da stehen.
Mehr habe ich heute nicht zu sagen.
Als Buchempfehlung kann ich euch noch die Biografie von J. Robert Oppenheimer empfehlen (geschrieben von Kai Bird). Ich habe sie gelesen, nachdem ich auch den Film gesehen habe, und fand sie wahnsinnig spannend. Es geht extrem in die Tiefe – dieser kreative und intellektuelle Geist von Oppenheimer ist beeindruckend. Ich konnte viel für mich mitnehmen.
Ich kann jedem empfehlen, sich damit zu beschäftigen.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende. Bis Bald :)